In der neuesten Episode des Groeivoer Podcasts sprach unser Gründer Sander van der Kraan mit Lieke van der Plas über genau dieses Thema. Conversed.ai arbeitet bereits seit der Zeit weit vor dem Ausbruch des ChatGPT-Hypes im Jahr 2022 mit KI und hat in den letzten 8 Jahren bereits mehr als 100 KI-Lösungen für niederländische und internationale Unternehmen gebaut. Sander erzählt von den wichtigsten Lektionen aus der Praxis, den Fallstricken, die wir immer wieder sehen, und konkreten Tipps für Organisationen, die sich ernsthaft mit KI befassen wollen.

LLM sind nicht klüger als Menschen

Einer der Kernpunkte aus dem Gespräch: Viel Verwirrung rund um KI entsteht, weil Menschen denken, dass KI bereits klüger ist als Menschen. Sander erzählt, dass ein Sprachmodell in Wirklichkeit einfach nur das wahrscheinlichste nächste Wort vorhersagt. Das klingt vielleicht enttäuschend, aber gerade in dieser nüchternen Erklärung liegt der Schlüssel zu erfolgreichen Implementierungen. Wer versteht, was KI kann und was nicht, kann viel gezielter bestimmen, wo die Technologie wirklich einen Mehrwert bietet.

95% der KI-Projekte scheitert

Es klingt alarmierend, aber es ist im Jahr 2026 die Realität: Die allitausendsten KI-Projekte erreichen niemals die Ziellinie. Nicht weil die Technologie nicht funktioniert, sondern wegen falscher Erwartungen und schlechten Projektmanagements. Sander erzählt, wie Unternehmen oft von der Technologie statt von einem konkreten Problem aus starten. Sie unterschätzen die Rolle von Daten und Wissen. Und sie vergessen, dass KI-Lösungen kontinuierliche Wartung und Optimierung erfordern.

KI ist ein Werkzeug, kein Ziel

Conversed.ai begann vor 8 Jahren mit einer klaren Überzeugung: KI muss Unternehmen auf zwei Arten weiterhelfen, indem sie Geld spart oder Geld einbringt. Alles, was darüber hinausgeht, ist Rauschen. Sander erzählt, warum dieser nüchterne Blick im heutigen Markt wertvoller ist als je zuvor.

Wo fängst du überhaupt an?

Im Podcast teilt Sander konkrete Anhaltspunkte für Organisationen, die mit KI loslegen wollen:

  • Beginnen Sie bei repetitiven Aufgaben, bei denen Ihr Team Energie verliert. Dort liegt direkter Gewinn, und dort ist die Rendite schnell nachweisbar. Danach können Sie den Schritt zu vollständig agentenbasierter KI machen und komplexere Probleme angehen.
  • Beginnen Sie bei einem Unternehmensproblem, nicht bei einer Technologie. Welcher Prozess kostet zu viel Zeit? Wo bleiben Kunden stecken? Das ist die tiefhängende Frucht.
  • Stellen Sie sicher, dass Ihr internes Wissen und Ihre Daten in Ordnung sind. Ein KI-Agent ist so gut wie die Quellen, aus denen er schöpft. Conversed.ai bietet hierfür eine Lösung, die Wissensartikel automatisch auf dem neuesten Stand hält, sodass Ihre KI immer mit den richtigen Informationen arbeitet.
  • Messergebnis in harten Zahlen. Wie viel Zeit wurde eingespart? Wie viele Fragen wurden gelöst? Ohne diesen Maßstab bleibt KI ein Experiment.

Erwartungen managen ist Führung

Ein weiterer wichtiger Punkt aus dem Gespräch: KI-Projekte scheitern oft nicht an der Technik, sondern an der Führung. Sander erzählt, dass Organisationen, die innerhalb des Unternehmens nicht die richtigen Erwartungen wecken, bei Geschäftsführung, Managern sowie Mitarbeitern, unweigerlich stecken bleiben. Erfolgreiche KI-Implementierungen erfordern eine klare Kommunikation, realistische Ziele und das Bewusstsein, dass KI ein Prozess ist, kein Schalter, den man umlegt.

Hören Sie sich die vollständige Episode an

Das Gespräch mit Lieke van der Plas ist ein offener und ehrlicher Rückblick darauf, was Conversed.ai in 8 Jahren KI-Entwicklung für Unternehmen gelernt hat. Für jeden, der sich fragt, wie KI der eigenen Organisation jenseits des Hypes wirklich einen Mehrwert bieten kann, ist diese Episode sehenswert.

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